Aktuelles

Februar 2021

Über Frankreich auf ARTE

Unter dem Link www.arte.tv kommen Sie auf die Homepage von ARTE. Klicken Sie die Suchfunktion an und geben ein: Stadt Land Kunst

Januar 2021

Information an die Mitglieder

Sehr verehrte Mitglieder der Deutsch-Französischen Gesellschaft Trier e.V.,

 

unser traditioneller Neujahrsempfang war für den 29. Januar 2021 vorgesehen. Aufgrund der aktuellen Situation musste das für unsere Gesellschaft so wichtige Ereignis abgesagt werden. Zusammensein, Kommunizieren, mit einem Glase Wein auf das neue Jahr anstoßen, leider nicht möglich, wir bedauern dies sehr.

 

Dennoch möchten wir versuchen, Rückblick zu halten und einen Ausblick zu geben. 

Bis auf den Neujahrsempfang 2020 und den interessanten Besuch der Korkindustrie in Irsch am 3. September (noch einmal herzlichen Dank an Roland Bouvet für die Organisation) mussten alle vorgesehenen Aktivitäten entfallen.

 

Wir freuen uns über die Aufnahme neuer Mitglieder im Verlauf des Jahres 2020 und begrüßen herzlich Michel Bouyer und Gerlinde Lechtenfeld, Barbara Fischer-Fürwentsches, Ruth Haubert, Barbara Herberich, Dietlinde Schatz, Dr. Markus Werz, Roger Scuvée und Pascale Rihoux  sowie  Vanessa Prinz (2021).

 

Wir trauern um die Mitglieder, die uns für immer verlassen haben: Ernst Söhngen, Frank Adolph und Jörg Volk. Wir werden sie vermissen, sie werden in unserer Erinnerung weiterleben. Um es mit Albert Schweitzer zu sagen: „Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht im Herzen der Mitmenschen.“

 

Bedanken möchte ich mich bei den Mitgliedern unseres Vorstandes. Eine Bürgergesellschaft kann nicht existieren ohne die Mitarbeit derjenigen, die bereit sind, Zeit und Engagement aufzubringen.

Ohne sie alle wäre unsere Arbeit nicht möglich. 

Mein besonderer Dank gilt unserem Vizepräsidenten Daniel Portier, unserer Generalsekretärin Karin Braun und unserem Schatzmeister Eduard Dietz. Sie sind Garant dafür, dass unsere Gesellschaft auch in diesen schwierigen Zeiten funktioniert.  

 

Die Aktualität der Deutsch-Französische Gesellschaft Trier wird zur Zeit auch bestimmt von den Ereignissen der Jahre 1870/71, die das Machtgefüge in Europa tiefgreifend veränderten.

1840 bereist Victor Hugo mit seiner Frau Juliette den Rhein und das Rheintal. 1842 erscheint sein Buch „Le Rhin“, in dem er seine Eindrücke verarbeitet. Er schreibt u.a.: „La France et l’Allemagne sont essentiellement l’Europe. L’Allemagne est le cœur; la France est la tête ». Victor Hugos emotionale Sicht auf beide Länder, beide Kulturen erfährt durch den Krieg 1870/1871 eine tiefgreifende Veränderung. 

Heute, 150 Jahre später, wird der 18. Januar zu einem Tag, der für die Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen von einschneidender Bedeutung ist.

Der Krieg 1870/71 neigt sich dem Ende zu, im Spiegelsaal von Versailles wird der preußische König als Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser ausgerufen, das Deutsches Reich entsteht. Neue Grenzen verändern die Landkarte, dienen als Abgrenzung zum Nachbarn, ein versöhnliches Miteinander scheint in der Folge nicht mehr möglich.

Aber Persönlichkeiten wie Aristide Briand und Gustav Stresemann während der 20iger Jahre und vor allem Charles de Gaulle und Konrad Adenauer während der 60iger Jahre greifen die Idee der Versöhnung, der Verständigung, des friedlichen Miteinanders wieder auf. Es gelingt ihnen, Trennendes nachhaltig zu überwinden. Hier findet der 2003 zum 40. Jahrestag des Elysée-Vertrages eingeführte „Deutsch-Französische Tag“ (22. Januar) seinen tieferen Sinn.

 

Das Gemeinsame über das Trennende zu stellen, in Frankreich, in Deutschland, in Europa, dies ist ein Ziel, dem sich die DFG Trier auch in Zukunft verpflichtet fühlt.

 

Ihnen allen ein gutes Jahr 2021!

 

 

Bleiben Sie gesund! 

Prenez soin de vous!

 

 

Herzliche Grüße

 

Joachim Schütze

(Präsident)    

    

 

Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Karliczek: In unseren Schulen die deutschfranzösische Freundschaft pflegen

Bundesbildungsministerin Karliczek trifft am Deutsch-Französischen Tag gemeinsam Schulklassen aus Deutschland und Frankreich virtuell 

Am morgigen Freitag findet der Deutsch-Französische Tag statt. Dieser Tag ist vor allem in den Bildungseinrichtungen der beiden Länder den deutsch-französischen Beziehungen gewidmet. An diesem Tag bieten Institutionen, Behörden und Unternehmen Jugendlichen Einblick in ihren Arbeitsalltag und ihre Erfahrungen mit dem Partnerland. Aus diesem Anlass wird die Bundesbildungsministerin in einer Videokonferenz mit Schülerinnen und Schülern der 10. Klasse aus Deutschland und aus Frankreich zusammenkommen und mit ihnen über die Zukunft der deutsch-französischen Freundschaft diskutieren. Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: „Ich freue mich darauf, den morgigen Deutsch-Französischen Tag mit einem Deutsch-Französischen Entdeckungstag zu feiern und mit Schülerinnen und Schülern aus Deutschland und Frankreich virtuell zusammen zu kommen. Wir wollen uns gemeinsam darüber austauschen, wie unsere beiden Länder aus Sicht der Jugendlichen noch enger zusammenwachsen können. Ich finde es sehr wichtig, dass sich Schülerinnen und Schüler über das jeweilige Partnerland informieren. Denn damit wird der Grundstein für eine gute Beziehung zwischen unseren beiden Ländern auch für die Zukunft gelegt. Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig, zum Beispiel über einen Schüleraustausch, ein Praktikum oder ein Studium im Nachbarland. Deshalb wollen wir den Jugendlichen einen Einblick in die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich geben, die wir im Bundesministerium für Bildung Forschung seit vielen Jahrzehnten erfolgreich leben. Wir unterstützen mit unseren Programmen zum Beispiel Lernaufenthalte in der beruflichen Bildung und die Vernetzung von Schulen. Frankreich ist dabei eines der wichtigsten Partnerländer. Unsere Verbundenheit zu Frankreich hat eine lange Tradition. Besonders gefreut hat mich das Ergebnis einer aktuellen Umfrage, in Auftrag gegeben von der Deutschen Botschaft in Paris: Deutschland genießt in Frankreich ein ausgesprochen positives Image. Die Ergebnisse haben aber auch gezeigt, dass es vielen Menschen in Frankreich an Wissen zu Deutschland fehlt. Deswegen sind es Begegnungen wie die am Deutsch Französischen Tag, die eine ideale Gelegenheit bieten, Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und Frankreich noch enger zusammenzubringen – auch wenn das in Pandemiezeiten leider nur virtuell möglich ist.“

Hintergrund:

Der Deutsch-Französische Tag wurde 2003 im Rahmen zum 40. Jahrestag des Elysée-Vertrags geschaffen. Das am 22. Januar jedes Jahres stattfindende Ereignis soll an die deutsch-französische Freundschaft erinnern und vor allem in Bildungseinrichtungen beider Länder die bilateralen Beziehungen thematisieren und die Jugend mit dem jeweiligen Nachbarland bekannt machen. Beim Entdeckungstag des Deutsch-Französischen Jugendwerks können sich Jugendliche bei deutschen und französischen Institutionen informieren und sich im direkten Gespräch mit deren Vertreterinnen und Vertretern über die Zusammenarbeit mit dem Partnerland austauschen. Der deutsch-französische Entdeckungstag wurde 2006 auf Initiative der deutschen und französischen Regierung ins Leben gerufen und wird vom Deutsch-französischen Jugendwerk begleitet. Institutionen, Behörden und Unternehmen bieten Jugendlichen Einblick in ihren Arbeitsalltag und ihre Erfahrungen mit dem Partnerland. Der Entdeckungstag dient auch der Sensibilisierung von Jugendlichen, sich für das Partnerland im Hinblick auf ihre beruflichen Perspektiven und ihre Motivation zum Spracherwerb zu öffnen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beteiligt sich seit mehreren Jahren regelmäßig an den Entdeckungstagen. Das BMBF unterstützt seit vielen Jahren Mobilitäten, Lernaufenthalte in der beruflichen Bildung und die Vernetzung von Schulen. So fördert die Deutsch- Französische Agentur für den Austausch in der beruflichen Bildung – ProTandem seit 1980 berufliche Austausche von Jugendlichen und Erwachsenen mit jährlich rund 2.500 Teilnehmenden in über 50 Berufsgruppen. 2017 erreichte ProTandem den 100.000. Teilnehmenden des Austauschprogramms, 2019 konnten insgesamt 2.434 Teilnehmende gefördert werden. Der Austausch bietet einen Sprachkurs gepaart mit kulturellen Aktivitäten sowie eine Praxisphase in den Betrieben. Mit dem Programm Erasmus+ verbindet das eTwinning-Programm Schulen sowie vorschulische Einrichtungen in Europa für gemeinsame Lernaktivitäten. Auch deutsche Einrichtungen können miteinander kooperieren. Zurzeit nehmen ca. 890.000 Lehrer und 217.000 Schulen an e-Twinning teil. Über die Plattform wurden bereits ca. 117.000 Projekte durchgeführt. 2018 wurden 128.000 Schülerinnen und Schülern und 25.000 Lehrerinnen und Lehrern eine Mobilität ermöglicht.Am morgigen Freitag findet der Deutsch-Französische Tag statt. Dieser Tag ist vor allem in den Bildungseinrichtungen der beiden Länder den deutsch-französischen Beziehungen gewidmet. An diesem Tag bieten Institutionen, Behörden und Unternehmen Jugendlichen Einblick in ihren Arbeitsalltag und ihre Erfahrungen mit dem Partnerland. Aus diesem Anlass wird die Bundesbildungsministerin in einer Videokonferenz mit Schülerinnen und Schülern der 10. Klasse aus Deutschland und aus Frankreich zusammenkommen und mit ihnen über die Zukunft der deutsch-französischen Freundschaft diskutieren. Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: „Ich freue mich darauf, den morgigen Deutsch-Französischen Tag mit einem Deutsch-Französischen Entdeckungstag zu feiern und mit Schülerinnen und Schülern aus Deutschland und Frankreich virtuell zusammen zu kommen. Wir wollen uns gemeinsam darüber austauschen, wie unsere beiden Länder aus Sicht der Jugendlichen noch enger zusammenwachsen können. Ich finde es sehr wichtig, dass sich Schülerinnen und Schüler über das jeweilige Partnerland informieren. Denn damit wird der Grundstein für eine gute Beziehung zwischen unseren beiden Ländern auch für die Zukunft gelegt. Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig, zum Beispiel über einen Schüleraustausch, ein Praktikum oder ein Studium im Nachbarland. Deshalb wollen wir den Jugendlichen einen Einblick in die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich geben, die wir im Bundesministerium für Bildung Forschung seit vielen Jahrzehnten erfolgreich leben. Wir unterstützen mit unseren Programmen zum Beispiel Lernaufenthalte in der beruflichen Bildung und die Vernetzung von Schulen. Frankreich ist dabei eines der wichtigsten Partnerländer. Unsere Verbundenheit zu Frankreich hat eine lange Tradition. Besonders gefreut hat mich das Ergebnis einer aktuellen Umfrage, in Auftrag gegeben von der Deutschen Botschaft in Paris: Deutschland genießt in Frankreich ein ausgesprochen positives Image. Die Ergebnisse haben aber auch gezeigt, dass es vielen Menschen in Frankreich an Wissen zu Deutschland fehlt. Deswegen sind es Begegnungen wie die am Deutsch-Französischen Tag, die eine ideale Gelegenheit bieten, Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und Frankreich noch enger zusammenzubringen – auch wenn das in Pandemiezeiten leider nur virtuell möglich ist.“

Hintergrund:

Der Deutsch-Französische Tag wurde 2003 im Rahmen zum 40. Jahrestag des Elysée-Vertrags geschaffen. Das am 22. Januar jedes Jahres stattfindende Ereignis soll an die deutsch-französische Freundschaft erinnern und vor allem in Bildungseinrichtungen beider Länder die bilateralen Beziehungen thematisieren und die Jugend mit dem jeweiligen Nachbarland bekannt machen. Beim Entdeckungstag des Deutsch-Französischen Jugendwerks können sich Jugendliche bei deutschen und französischen Institutionen informieren und sich im direkten Gespräch mit deren Vertreterinnen und Vertretern über die Zusammenarbeit mit dem Partnerland austauschen. Der deutsch-französische Entdeckungstag wurde 2006 auf Initiative der deutschen und französischen Regierung ins Leben gerufen und wird vom Deutsch-französischen Jugendwerk begleitet. Institutionen, Behörden und Unternehmen bieten Jugendlichen Einblick in ihren Arbeitsalltag und ihre Erfahrungen mit dem Partnerland. Der Entdeckungstag dient auch der Sensibilisierung von Jugendlichen, sich für das Partnerland im Hinblick auf ihre beruflichen Perspektiven und ihre Motivation zum Spracherwerb zu öffnen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beteiligt sich seit mehreren Jahren regelmäßig an den Entdeckungstagen. Das BMBF unterstützt seit vielen Jahren Mobilitäten, Lernaufenthalte in der beruflichen Bildung und die Vernetzung von Schulen. So fördert die Deutsch- Französische Agentur für den Austausch in der beruflichen Bildung – ProTandem seit 1980 berufliche Austausche von Jugendlichen und Erwachsenen mit jährlich rund 2.500 Teilnehmenden in über 50 Berufsgruppen. 2017 erreichte ProTandem den 100.000. Teilnehmenden des Austauschprogramms, 2019 konnten insgesamt 2.434 Teilnehmende gefördert werden. Der Austausch bietet einen Sprachkurs gepaart mit kulturellen Aktivitäten sowie eine Praxisphase in den Betrieben. Mit dem Programm Erasmus+ verbindet das eTwinning-Programm Schulen sowie vorschulische Einrichtungen in Europa für gemeinsame Lernaktivitäten. Auch  deutsche Einrichtungen können miteinander kooperieren. Zurzeit nehmen ca. 890.000 Lehrer und 217.000 Schulen an e-Twinning teil. Über die Plattform wurden bereits ca. 117.000 Projekte durchgeführt. 2018 wurden 128.000 Schülerinnen und Schülern und 25.000 Lehrerinnen und Lehrern eine Mobilität ermöglicht. 

  

 

November 2020

Mein Corona-Test in Frankreich

Es ist bekannt, dass schon Heinrich Heine 1832 in der Augsburger Allgemeinen über die „Französischen Zustände“ während einer Choleraepidemie berichtete. Auf einer Reise ins Nachbarland konnte ich kürzlich feststellen, dass das französische Gesundheitssystem im Umgang mit Covid-19 besser ist als sein Ruf:

Ende Oktober 2020 musste ich aus familiären Gründen nach Frankreich fahren, weil meine Tochter niemanden für die Kinderbetreuung in der zweiten Woche der Toussaint-Ferien hatte. Damit traf ich in Deutschland auf eine Menge Skepsis, weil zu der Zeit die Infiziertenzahlen in Frankreich exponentiell in die Höhe schossen. Das taten sie in Deutschland zwar auch, aber auf niedrigerem Niveau. Marseille war wie Paris tief rot auf der Inzidenzkarte!

Das Bahnticket kaufte ich sehr spät. Ich wollte wegen der sich zuspitzenden Coronalage nicht riskieren, wieder eine Absage und neue Gutscheine zu kassieren, bezahlte ich doch bereits diese Reise mit Gutscheinen von der letzten Absage vom Frühjahr. Die Verbindung ist komfortabel: man erreicht von Trier oder Bonn mit nur einmaligem Umsteigen in Mannheim einen durchgehenden TGV nach Marseille. Für ca. 80€ in der ersten Klasse dauert die Fahrt insgesamt gute zehn Stunden; auf manchen Streckenabschnitten fährt der doppelstöckige TGV über 300 km/h. Essen kann man im Zug und dabei das Straßburger Münster, Saône und Rhône betrachten. Der Zug war schwach besetzt, die Abstände ausreichend; er füllte sich wegen der besagten Toussaint-Ferien aber allmählich zwischen Belfort und Lyon. Alle im Zug trugen brav Masken, ebenso wie die Leute, die mir später im Süden von Marseille begegneten, wo die Lage längst nicht so kritisch ist wie in den Schmelztiegeln des Marseiller Nordens.

Bild 1: Die französische Warnapp «TousAntiCovid» in der deutschen Sprachausgabe

Bild 2: Die modernen Gebäude des Institut Hopitalo-Universitaire (IHU) Marseille

 

 

Weil ich mich an sämtliche Vorsichtsmaßnahmen halten wollte, hatte ich eine Serie von Covidtests eingeplant, was mir die Möglichkeit zum Vergleich der Gesundheitssysteme in unseren beiden Ländern gab. Ein Antigen-Schnelltest vor der Abreise in Deutschland war negativ. Umso gespannter war ich auf den Test am Ende meines Aufenthalts am 30.10. in Marseille.

 

Vorsorglich hatte ich auch die französische App « TousAntiCovid » heruntergeladen [Bild 1]. Sie ist potenziell effizienter und informativer als die deutsche, weil weniger vom Datenschutz zusammengestutzt, und lässt die Rückverfolgung von Kontakten zu (das soll in Deutschland wohl jetzt nachgebessert werden). Weil es aber zu wenige gibt, die sie heruntergeladen haben (etwa 5 Millionen gegenüber 20 Millionen in DE), nützt sie nichts. Es fehlt auch mal wieder an Europa-weiter Kompatibilität, weil in FR zentral, in DE und anderswo aber nur dezentral auf den jeweiligen Handys gespeichert wird. 

 

Meine Tochter hatte das Institut Hospitalo Universitaire (IHU) der Uni Aix-Marseille ausgewählt, das von Didier Raoult geleitet wird. Das ist der umstrittene Virologe, der eine Zeitlang auch über Frankreich hinaus von sich reden machte, weil er die Marseiller mit Hydroxichloroquine vor COVID, wie man in FR sagt, retten wollte. Die Unwirksamkeit oder sogar Schädlichkeit dieses auch von Trump propagierten Malariamittels ist inzwischen bewiesen, weshalb Raoult jetzt auch um seinen Job fürchten muss. Allerdings hat er seine Klinik vorbildlich organisiert, wie ich feststellen konnte [Bild 2]. 

 

Für den Rendez-vous-Termin nutzte meine Tochter die App Doctolib, die meiner Erfahrung nach in Frankreich viel besser funktioniert als die deutsche Version, ein weiteres Beispiel für den Vorsprung Frankreichs bei den digitalen Alltagshilfen. Die App half ihr, unter den vielen Testzentren dasjenige auszuwählen, das das Ergebnis am schnellsten bereitstellt. Mein RDV war am 30.10.2020 um 7h55 [Bild 3].

Bild 3: Die App Doctolib mit Bestätigung meines Rendez-vous

 

 

Als ich die Warteschlangen vor dem IHU sah, befürchtete ich schon das Schlimmste, doch die leerten sich rapide. Während ich mich anstellte, wurden gerade die für 7h50 bestellten Testpersonen aufgerufen. Ca. 10 Personen gingen durch die Tür. Genau fünf Minuten später werde ich mit der 7h55-Gruppe eingelassen. Das bedeutet ein Durchschleusen von zehn zu Testenden im  Fünfminutentakt oder 120 in der Stunde! Und das mit dem gründlicheren PCR-Verfahren (Polymerase Chain Reaction). Registrierung der Kontaktdaten im Eilverfahren und Abfrage, ob ich Symptome habe. In die Testräume geht es dann per Einzelaufruf. In dem mir zugewiesenen Labor hat ein farbiger Mediziner Dienst. Wie beim Schnelltest in Deutschland wird der Abstrich tief in der Nase genommen.  

 

Das war aber auch die einzige Gemeinsamkeit, denn schon nach sechs Stunden wird mir das – zum Glück negative – Ergebnis per Email zugestellt; in Deutschland dauert es Tage! Um mit meinem Handy dranzukommen, muss ich allerdings auch in Frankreich einige Datenschutzhürden überwinden. 

 

Ich frage mich, wie bei soviel Effizienz sich das Virus in Frankreich doch so schnell ausbreiten kann. Kenner des Systems vermuten, dass das medizinische Personal wegen schlechter Bezahlung zu wenig leistungsorientiert ist. In der Tat liegen die Kassenbeiträge der Franzosen bei nur einem Bruchteil dessen, was wir in Deutschland bezahlen. Der aufwändige PCR-Test ist für mich als EU-Bürger kostenlos, während ich zu Hause sogar für den Schnelltest eine saftige Rechnung erwarte. Vom deutschen Gesundheitsamt kamen nach meiner Rückkehr trotz Anfrage leider auch keine weiteren Anweisungen, ob ich mich einem neuen Test unterziehen soll. Somit lebe ich symptomfrei, aber vorsichtig weiter.  

 

Man verzeihe mir die vereinfachte Schlussfolgerung, dass Zentralismus bei der technischen und organisatorischen Perfektion von Verfahren Vorteile hat, auf der anderen Seite aber unverstandene und unbeliebte Maßnahmen auch umso geballtere landesweite Proteste oder zumindest Unwillen zur Kooperation auslösen. Würden Deutschland und Frankreich die Vorteile der Systeme bündeln, sollten sie eigentlich unschlagbar sein!

 

Von Dr.Wolfgang Steinborn, 3.11.2020

Oktober 2020

Liebe Mitglieder,

 

eigentlich sollten Sie mit diesem Schreiben darüber informiert werden, wann unser Martinsessen im „Deutschen Hof“ stattfindet und zu welchem Preis. In unserem letzten Rundbrief war der Termin noch nicht geklärt, es hätte nun der 10. November sein sollen.

Wir mussten, wie Sie wissen, verschiedene Veranstaltungen des 2. Halbjahres absagen. Mit Blick auf die Corona-Pandemie und deren Entwicklung, auch in unserer Region, ist es nicht zu verantworten, unser Martinsessen so wie bisher durchzuführen. Es lebte ja nicht nur von gutem Essen, wesentlich waren auch Beisammensein, menschliche Nähe, Kommunikation, also Elementen, die mit Blick auf die Corona-Pandemie nicht gut zu verwirklichen sind.

Diese Absage fällt uns schwer, wir hatten uns sehr auf unser gemeinsames Essen gefreut.

Wer dennoch eine ganze Gans genießen möchte, findet im Link drei Angebote unseres Restaurants DEUTSCHER HOF. Sollte Ihnen eines der Angebote gefallen, bittet Frau Weber bei Bestellung darauf hinzuweisen, dass diese von einem Mitglied der DFG getätigt wird.    

Wir wünschen Ihnen alles Gute! 

BLEIBEN SIE GESUND et PRENEZ SOIN DE VOUS!

 

Mit freundlichen Grüßen

gez. 

Joachim Schütze                                                                                                    Karin Braun

(Präsident)                                                                                                         (Generalsekretärin)    

                                                 

https://www.hotel-deutscher-hof.de/bistro-restaurant/ganze-gans-spezialitaeten/

 

 

DFG Trier tritt der « ALLIANCE EUROPÉENNE POUR LES CITOYENS TRANSFRONTALIERS » bei

 

Der Vortrag von Christophe Arend am 16.Dezember des letzten Jahres hat nochmals gezeigt, dass die Grenzregionen als „Labore Europas“ stärker in den Focus der Politik rücken müssen. Die DFG Trier sieht es daher als ihre Pflicht an, entsprechende Initiativen zu unterstützen, welche die Grenzregionen im politischen Bewusstsein halten und Benachteiligungen verhindern, auch in der konkreten Situation. Der Präsident Joachim Schütze hat in diesem Sinne für die DFG Trier eine Petition von Organisationen aus europäischen Ländern unterzeichnet, die sich besonders um die Grenzregionen kümmern.

 

Hauptinitiator des Aufrufs ist die

 

  • Mission Opérationelle Transfrontalière (Organisation mit Schwerpunkt auf den französischen Grenzgebieten:

 

http://www.espaces-transfrontaliers.org/actualites/news/news/show/la-mot-larfe-et-le-cesciscellent-une-alliance-europeenne-pour-les-citoyens-transfrontaliers/ )

 

Sie wird dabei unterstützt von

 

  • der Arbeitsgemeinschaft europäischer Grenzregionen (https://www.aebr.eu/ mit Hauptsitz in Gronau/Westfalen) 

und

 

Der Aufruf nimmt besonderen Bezug auf den zwischen Deutschland und Frankreich am 22. Januar 2019 geschlossenen Vertrag von Aachen und hebt hervor, dass 30% der europäischen Bevölkerung in Grenzregionen leben. Sie sind in ihrem täglichen Leben direkt von Brüchen in der Gesetzgebung oder mangelnder Koordination von Vorschriften der beteiligten Nationalstaaten betroffen. Unter dem konkreten Eindruck von Grenzschließungen fordert der Aufruf, Bürger aus Nachbarländern bei etwaigen Restriktionen nicht anders zu behandeln als inländische Bewohner von Grenzregionen. Deutschland und Frankreich sollten hierbei ein Vorbild für andere europäische Grenzregionen sein. Falls Sie den von Joachim Schütze im Namen der DFG unterzeichneten Text (s. Kasten) nochmals persönlich als Bewohner der Grenzregion zeichnen oder weitergeben wollen, finden Sie ihn zum Herunterladen unter https://drive.google.com/file/d/185wEcrl9FtRTdBsmHi3jq2HGuKxgln-/view.

 

Bei weiterem Klicken erscheint dann das Formular zur Zeichnung des Appells:

 

https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSe2E3_LMhA7CsfiDTRu47eBS30BQjM2AQomqvT1CA9jOrTXA/viewform

 

Wir werden hier über den weiteren Fortgang informieren, insbesondere über die die Online-Konferenz „Border Forum“ am 9. und 10. November 2020.

 

ALLIANCE EUROPEENNE POUR LES CITOYENS TRANSFRONTALIERS

 

LES FRONTIÈRES AU COEUR DE L’EUROPE DE DEMAIN 

 

L’Europe est à un tournant. Alors que le monde traverse une crise sans précédent, l’UE doit adopter son nouveau budget et prendre des décisions politiques pour la période 2021/2027. Face à la montée des tendances aux replis nationalistes, l’UE se doit de prouver aux citoyens la valeur ajoutée de la coopération et de l’intégration : des politiques communes au service du bien commun. 

 

Les territoires transfrontaliers accueillent 30 % de la population européenne. Chaque jour, 2 millions de travailleurs traversent une frontière pour se rendre sur leur lieu de travail. Ils sont en première ligne pour exploiter les possibilités offertes par l’ouverture des frontières à leurs habitants et à leurs entreprises. Ces territoires sont considérés comme des laboratoires pour préparer la transition vers de nouveaux modèles de développement économique et écologique, de participation citoyenne, de gestion de crises et de cohésion territoriale. Ces territoires sont également ceux où les citoyens européens peuvent expérimenter directement les avantages apportés par l’UE. En même temps, ce sont ces mêmes citoyens frontaliers qui subissent le plus fortement les conséquences des fermetures des frontières. 

 

La crise a d’abord provoqué des mesures frontalières non coordonnées, des actions non coopératives sans pris en compte des conséquences ; mais elle a aussi suscité de multiples formes de coopération, et révélé des interdépendances et des solidarités transfrontalières, qu’il faut maintenant organiser et renforcer, par des politiques publiques européennes et nationales tenant pleinement compte de la spécificité des territoires transfrontaliers. 

 

Les autorités locales frontalières souhaitent disposer de compétences, de ressources et de procédures accélérées, pour elles-mêmes et leurs structures transfrontalières afin de surmonter les obstacles à la mise en oeuvre de leurs projets transfrontaliers, comme le stipule le traité d’Aix-la-Chapelle, signé entre la France et l’Allemagne. 

 

Nous, l‘ARFE, le CESCI et la MOT, proposons de créer une Alliance pour les citoyens transfrontaliers, en invitant les organisations transfrontalières de toute l’Europe à nous rejoindre. Nous développerons cette Alliance dès à présent, et la scellerons lors du Borders Forum organisé les 9 et 10 novembre à Paris. 

 

La Commission européenne a fait des propositions ambitieuses pour la Coopération Territoriale Européenne post-2020. Nous nous adressons aux autorités européennes et nationales, en demandant que les décisions qui seront prises dans les jours et les mois à venir assurent un budget adéquat et développent des politiques européennes prenant en compte les spécificités des territoires transfrontaliers. 

 

Nous appelons les Etats à se coordonner dans le cadre de processus intergouvernementaux afin de promouvoir les enjeux de la coopération territoriale. Nous appelons l’Allemagne et la France à montrer la voie à suivre dans l’esprit de leur coopération de longue date et dans le cadre de leurs prochaines présidences de l’UE, en coordonnant leurs efforts pour promouvoir l’approche définie par le Traité d’ Aix-la-Chapelle et par d’autres accords signés entre les nations européennes afin de favoriser un développement coordonné des régions transfrontalières. 

 

Les territoires transfrontaliers sont au coeur de l’Europe. Ils sont les meilleurs détecteurs des crises, mais peuvent aussi constituer la ressource pour les surmonter et pour inventer l’Europe de demain où les acteurs coopèrent verticalement, depuis les municipalités jusqu’à l’UE, et horizontalement, à travers les frontières. La solidarité des nations et la citoyenneté européenne sont forgées dans les territoires transfrontaliers et c’est donc la cohésion de l’Europe qui y est en jeu aujourd’hui ! 

 

Contacts : mot@mot.asso.fr ; info@aebr.eu ; cesci@cesci-net.eu 

 

Signer et rejoindre l’Alliance: CLIQUER ICI 

 

Regelmäßige Termine

  • Damen-Treff im Cafe Steipe, Trier, Hauptmarkt, jeden letzten Donnerstag im Monat ab 14:30 Uhr
  • Stammtisch

Auf vielfachen Wunsch wollen wir noch einmal versuchen, den Stammtisch der DFG wiederzubeleben und zwar als themenbezogene Veranstaltung. Kommunikation, Diskussion, Information sollen im Vordergrund stehen und frankreichbezogene Themen behandelt werden, seriös, humorvoll, interessant.

Bei Interesse fragen Sie bei uns nach, geben uns Ihre Anregungen und Vorschläge bekannt.

Anmeldungen erfolgen über die  Generalsekretärin:

Karin Braun

dfg-trier@t-online.de
06501 – 16 297

Wir freuen uns über Ihr Interesse

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Rundbrief 2021-1

Liebe Mitglieder und Freunde der Deutsch-Französischen Gesellschaft Trier e.V.,    der Vorstand der DFG Trier e.V. hofft, dass Sie alle die letzten Monate gesund und wohlbehalten überstanden haben.  Ausbruch und Verlauf der Corona-Krise beeinträchtigten erheblich...

Rundbrief 2020-2

Bonjour! Liebe Mitglieder und Freunde der DFG,   der Vorstand der Deutsch-Französischen Gesellschaft Trier e.V.  hofft, dass Sie alle die letzten Monate wohlbehalten überstanden haben. Wir bedauern sehr, dass wir unsere Vorhaben des 1. Halbjahres weitgehend...

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Rundbrief 2019-1

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Rundbrief 2018-2

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